Der positive Einfluss der Metal-Musik

Laut einer Studie der Universität von Queensland (Australien) kann extreme Musik wie Heavy-Metal Menschen, die oft wütend und leicht reizbar sind, positiv beeinflussen. Sie kann ihnen auch dabei helfen, Gefühle auf eine gesunde Art zu verarbeiten.

Studien, die chaotische und laute Musik in Verbindung mit Kriminalität brachten, haben wir in der Vergangenheit schon öfter zu sehen bekommen. Ganz besonders dann, wenn man einen Sündenbock sucht, oder man der Metal-Musik ein tragisches Ereignis in die Schuhe schieben möchte. Man denke nur an den Amoklauf an der Columbine-High-School und Marilyn Manson. Leah Sharman und Dr. Genevieve Dingle behaupten aber etwas ganz anderes: Heavy-Metal soll den Hörer inspirieren und entspannen.

Das Ergebnis

Laut Leah Sharman verstärkte die Musik die positiven Emotionen der 39 Studienteilnehmer, die auch Fans der extremen Musik waren. Sie behauptet auch, dass Metal-Fans sich gerne Musik anhören, wenn sie Wut verspüren. Die Musik soll ihnen dabei geholfen haben, die Bandbreite der Gefühle zu erforschen, und sorgte dafür, dass sie sich inspirierter und aktiver fühlten.

Die Ergebnisse sollen gezeigt haben, dass das Maß an Stress, Reizbarkeit und Feindseligkeit nach Metal-Musik deutlich abnahm. Die Musik machte die Teilnehmer im Alter von achtzehn bis 34 Jahren nicht aggressiver, sondern schien ihren psychischen Erregungen zu entsprechen. Das führte auch zu einer Zunahme an positiven Emotionen. Demzufolge ist das Hören von Metal-Musik eine gesunde Art, die Wut zu verarbeiten.

Laut Leah Sharman war es auch sehr interessant zu sehen, welche Lieder die „wütenden“ Teilnehmer von ihrer Playlist aussuchen würden. Es stellte sich heraus, dass die eine Hälfte Songs aussuchte, die das Thema Wut behandelten. Der Rest wählte Songs, die sich mit den Themen Isolation und Traurigkeit beschäftigten.

Der Großteil der Studienteilnehmer (74 Prozent) waren Australier, wobei die restlichen Metaller aus verschiedenen Ecken der Welt kamen: Schweden, USA, Oman, Südafrika, Indonesien, Neuseeland und Neukaledonien, um genau zu sein.